E-Zigaretten sind auf dem Vormarsch. Die markanten dichten Wolken, die in der Öffentlichkeit immer häufiger zu sehen sind, machen das deutlich. Sie sind auch der Grund dafür, dass man das Rauchen einer E-Zigarette als “dampfen” bezeichnet. Wer sich mit E-Zigaretten beschäftigen möchte, sollte wissen, wie die aufgebaut sind und funktionieren.

Die Anatomie einer E-Zigarette

E-Zigaretten enthalten verschiedene Bauelemente, die bei allen Modellen immer wiederkehren. Teilweise haben diese Bauelemente recht ungewohnt klingende Bezeichnungen.

Das Mundstück

Beginnen wir mit dem Mundstück, dem sogenannten Drip Tip. Die Anschlüsse der Drip Tips sind genormt, sodass man sie ggf. von einer E-Zigarette auf eine andere übertragen kann. Die häufigste Anschlussvariante ist ein  510er-Anschluss. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine schlichte Steckverbindung. O-Ringe bzw. Dichtungsringe stützen sie.

Die Mundstücke gehören zu den Verschleißteilen der Verdampfer. Da der menschliche Mund bzw. seine Lippen sehr empfindlich für taktile Reize sind, gibt es Mundstücke in unterschiedlichen Formen, um den jeweiligen Bedürfnissen eines “Dampfers” gerecht zu werden. Die Variationen beziehen sich auf die äußere Form, aber auch auf die Materialien, aus denen die Mundstücke angefertigt sind.

Der Verdampfer

Der Bereich, in dem die sogenannten Liquids erhitzt und dadurch verdampft werden, heißt unter anderem Coil. Das Coil funktioniert im Prinzip wie eine Herdplatte: Strom fließt hindurch und dadurch entsteht Hitze. Die Drahtspule, durch die der Strom fließt, kann aus unterschiedlichen Legierungen bestehen. Nickel-Chrom-Drähte zeichnen sich durch eine besonders lange Lebensdauer aus. Der Widerstand der Heizdrähte ist entscheidend für die Heizleistung der Verdampfungs-Einheit: Ein hoher Widerstand bedeutet eine hohe Heizleistung.

Der Docht

In der Mitte der Heizspule befindet sich ein Docht. Er ist dafür verantwortlich, dass aus dem Vorratsbehälter für das Liquid die zu verdampfende Flüssigkeit in das Coil gelangt. Viele Dochte in E-Zigaretten bestehen aus Bio-Baumwolle, damit garantiert ist, dass sie möglichst rückstandsfrei sind. Dochte verschleißen, weil sie einerseits von Liquids (vor allem von denen, die säurehaltig sind) angegriffen werden können, andererseits die Hitzebelastung ihnen zusetzt.

Der Akku

Die meisten Akkus in E-Zigaretten es sind fest darin verbaut. Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen der Akku austauschbar oder sogar auf andere E-Zigaretten übertragbar ist. Eine Aufladung des Akkus ist in der Regel über USB Anschlüsse möglich. Beispielsweise das Modell Justfog Q16 besitzt auch einen Micro-USB-Anschluss. In der Regel sorgt eine LED-Anzeige dafür, dass der Benutzer einer E-Zigarette über den Akkustand Bescheid weiß.

Die Steuereinheit

Manche E-Zigaretten lassen sich nur an und ausschalten, ohne dass unterschiedliche Regelungsstufen eingestellt werden können. Bei anderen Modellen sorgen zum Beispiel Tasten mit Plus- und Minus-Symbolen dafür, dass sich die gewünschte Ausgangsleistung anpeilen lässt. Im Inneren der Zigarette befinden sich unter Umständen Mikroprozessoren, um eine benutzerfreundliche Steuerung zu ermöglichen.

Der Liquid-Tank

Jede E-Zigarette besitzt einen Vorratsbehälter, den sogenannten Liquid-Tank, der die Flüssigkeit enthält, die verdampft werden soll. Die meisten E-Zigaretten haben ein einfaches Sichtfenster in der Seitenwand dieses Tanks, das den Raucher informieren soll, ob der Stand der Flüssigkeit darin noch ausreichend ist. Um den Docht in der Verdampfungs-Einheit zu schonen, sollte man vermeiden, ihn trocken zu erhitzen.