Nein, nächstes Jahr wird NICHT alles besser! – 5 machtvolle Fragen für deinen persönlichen Jahresrückblick

Endlich ist dieses sch*** Jahr zu Ende. Nächstes Jahr kann eigentlich nur alles besser werden.

Geht es dir auch so?
Überall werde ich in diesen Tagen von Jahresrückblicken zugeschüttet. Blogs, Websiten, Fernsehsendungen, Radiosender, Tageszeitungen, Facebook – alles ist voll davon. Vielleicht kannst auch du es kaum noch ertragen und hast selbst schon gar keine Lust mehr auf diese Abschluss- und Neubeginnstimmung. Silvester ist doch ein Tag wie jeder andere auch.
Hier erfährst du an Hand meines persönlichen Jahresrückblicks warum ich diesen so wichtig finde und was ich dabei beachte.

persönlicher Jahresrückblick – darum ist er so wichtig

Wie dir vielleicht nicht entgangen ist beschäftige ich mich auf diesem Blog viel mit dem Thema Selbstentwicklung. Vor allem natürlich auch im Rahmen meiner eigenen. Meiner Meinung nach gehört zu einem gesunden persönlichen Wachstum auch regelmäßige Selbstreflexion.

Erfahrungen, positive sowohl als auch negative, sind vor allem dann wertvoll wenn ein gewisser Lernerfolg eintritt. Was habe ich gut gemacht? Was möchte ich in Zukunft anders machen? Was lief nicht so gut und wie möchte ich das nächste mal gerne auf so eine Situation reagieren? All diese Fragen können dir dabei helfen dein persönliches Wachstum und deine Entwicklung voranzutreiben.

Hast du ein beschissenes Jahr hinter dir? Wenn du da nicht genauer hinschaust wird sich das auch nicht ändern.

Natürlich könnte man zu jeder Jahreszeit einmal einen Stopp einlegen und das letzte Jahr reflektieren. Das Ende des Jahres eignet sich jedoch besonders gut, da:

  • eh alle gerade Billanz ziehen und man es so kaum vergessen kann
  • zwischen den Feiertagen eh nicht viel passiert
  • es Winter ist und man es sich wunderbar bei Kerzen und Tee gemütlich machen kann
  • unsere Zeitrechnung nunmal am 31.12. mit einem Jahr endet und ein neues beginnt.

Natürlich kannst du deinen persönlichen Jahresrückblick auch am 13.8. machen wenn du möchtest. Wichtig ist nur, dass du es tust.

persönlicher Jahresrückblick – das gilt es zu beachten.

Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurück schaue sah meine Bilanz am Ende des Jahres immer so aus:

Dieses Jahr war ja mal wieder richtig beschissen. Ich kann es kaum erwarten, dass ein neues Jahr anbricht. Das kann nur besser werden.

Ist es in den darauffolgenden Jahren besser geworden? NEIN! NATÜRLICH NICHT!

Denn so ein Jahresrückblick kann aus mehreren Perspektiven geschehen. Wenn man nur die negativen Seiten anschaut scheint das Jahr beschissen gewesen zu sein. Und das wird in jedem Jahr so sein. Denn jedes Jahr gibt es Momente, die nicht so schön sind. In jedem Leben. Egal werd du bist. Egal wie du lebst. Da bin ich mir sicher.

Dieses Jahr war meine größte Erkenntnis wohl diese: Es kommt darauf an die Geschehnisse in das richtige Licht zu rücken. Und dabei ist es egal ob Vergangenheit oder Gegenwart. Das bedeutet NICHT, dass du dir alles schönreden sollst. Es kommt darauf an sich die richtigen Fragen zu stellen. Und auch aus unangenehmen Situationen etwas nützliches ziehen zu können.

mein persönlicher Jahresrückblick

Für meinen diesjährigen Jahresrückblick habe ich mir fünf Fragen ausgesucht, die mich konstruktiv auf das vergangene und das zukünftige Jahr schauen lassen.

Was hatte ich mir für das vergangene Jahr vorgenommen?

In das Jahr 2015 bin ich tatsächlich mit wenig Erwartungen gestartet. Ich hatte mich frisch selbstständig gemacht. Ich war froh aus vielen Dingen (wie meinem Job) entkommen zu sein und habe mir nur eins gewünscht: glücklich(er) zu werden. Da ich kurz vor meiner Reise nach Indien stand hatte ich keine Vision für das Jahr. Ich wollte die Dinge einfach auf mich zukommen lassen. Und das habe ich auch das ganze Jahr durchgezogen. Die Dinge einfach kommen lassen und annehmen wie sie sind.

Für was bin ich im vergangenen Jahr dankbar?

Besonders dankbar bin ich für die vielen Reisen und besonderen Erlebnisse.
Ich habe nicht nur ein Yoga Teacher Training in Indien gemacht, Sri Lanka bereist und in einem Surfcamp auf Lanzarote gearbeitet. Ich war auch zum ersten Mal in Amsterdam, Hannover, Kiel und Riga, im Ashram Bad Meinberg, auf einer Yogafortbildung in Hamburg, auf dem Yogafestival Berlin, auf einer 10tägigen Schweigemeditaion auf dem Art Lake Festival Berlin und sogar mehrere Male für wundervolle Tage in meiner Heimat.

Außerdem habe ich dieses Jahr wieder gemerkt wie wertvoll anderen Menschen in meinem Leben sind. Immer wenn ich gedacht habe ich schaffe es nicht mehr war jemand da, der mir Hilfe angeboten hat. So kam es, dass ich zweimal mehrere Wochen bei ehemaligen Arbeitskollegen wohnen konnte, mir an meinem letzten Abend in Berlin der Sinn des Lebens und meine eigene Persönlichkeit erklärt wurde, mein Exfreund mir beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung geholfen hat und sich bis auf weiteres um meine Post kümmert und meine Familie mich mit all meinem Sack und Pack erstmal bei sich aufgenommen hat.

Was habe ich im vergangenen Jahr gelernt?

Das letzte Jahr war insgesamt unglaublich lehrreich. Ich habe gelernt, dass nicht alles immer geplant sein muss und dass sich die vieles einfach fügt wenn man vertraut. Das hat Kraft gekostet, war es aber wert.
Ich habe durch eine sehr intensive und schmerzhafte Beziehung zu einem Menschen gelernt, dass ich manche Verbindungen auf keinen Fall aufrecht erhalten sollte. Sobald mir ein Mensch mehr Energie entzieht als er mir gibt und mich nachhaltig und dauernd aus dem Gleichgewicht bringt ist das ein Zeichen für mich diese Verbindung zu beenden.
Eine große Erkenntnis war auch, dass es sich auszahlt immer gerade heraus zu sagen was ich denke oder fühle. Und ich denke auch wenn alle Menschen das so machen würden würde uns viel Fehlinterpretation, Misskommunikation und Ärger erspart bleiben.

Woran möchte ich nächstes Jahr arbeiten / was möchte ich anders machen?

Mir ist klar geworden, dass ein großer Teil meiner Einsamkeit darauf beruht, dass ich mich nicht genug um die Pflege meiner sozialen Kontakte kümmere. Alle langen und intensiven Freundschaften, die ich habe beruhen darauf, dass die andere Person sich regelmäßig bei mir meldet. Ich bin da einfach sehr schlecht drin. Und das ist auch wirklich keine Absicht. Diese Erkenntnis kam mir erst kürzlich und das möchte ich ändern!
Da Einsamkeit an sich nur entstehen kann wenn man sich selbst nicht genug ist möchte ich wieder mehr genießen können mit mir selbst allein zu sein. Ich möchte mein Verhältnis zu mir selbst wieder stärken und mich besser um mich kümmern.
Ein Teil davon ist auch, dass ich meine Emotionen zulasse, fühle und verarbeite und nicht mit Dingen wie Musik, Essen, Rauschmitteln oder ähnlichem betäube.

Was ist meine Vision für’s nächste Jahr?

Das nächste Jahr startet für mich wie das letzte – mit einer langen Reise. Es geht los am 7. Januar auf Bali und endet am 29.4. in Delhi. Was danach kommt ist offen. Vom Wohnort bis zum Job.
Ich werde 2016 wieder einfach auf mich zukommen lassen und darin vertrauen, dass sich alles fügt. Allerdings werde ich mein Leben mit mehr Lust und Genuss führen und sowohl die Zeit mit mir selbst als auch mit anderen Menschen noch mehr wertschätzen. Ich werde mich besser um mich und meine sozialen Kontakte kümmern.
Außerdem sehe ich mich im kommenden Jahr spirituell und auch menschlich nochmals enorm wachsen und viele glückliche Zeiten haben. Yoga wird einen noch größeren Stellenwert einnehmen und ich möchte gerne noch öfter unterrichten. Und natürlich möchte ich wieder  :)

Wie sieht dein Jahresrückblick aus?

Bleib gesund!
Judith

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